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Innovation als Mittel der ZukunftsgestaltungDie Universität Adelaide ist eine der Forschungsintensivsten Universitäten Australiens. Diese Ausrichtung auf die Forschung ist der Grundstein sowohl für die Bildungskultur der Universität als auch für ihre Innovation und gesellschaftliche Bedeutung.
Agrarwissenschaft und BiologieDie Universität Adelaide ist der Ort in der südlichen Hemisphäre mit den größten Erfahrungswerten in nachhaltiger Landwirtschaft, Getreidezucht, Pflanzen- und Tierbiotechnologie, Farmsystemen in Trockengebieten und Weinforschung. Die Forschungen für Pflanzenzüchtung und Biotechnologie sind an der obersten Spitze des Weltniveaus und mehr als 35% der südaustralischen Weizen- und Gerstenproduktion basieren auf Sorten, die in der Universität gezüchtet wurden. Adelaide stellt auch Australiens hauptsächliche Ausbildungsinstitution für die Weinindustrie, aus der viele der besten Winzer des Landes hervorgegangen sind. Heute bringt sie auch graduierte Experten für Betriebswirtschaft und Marketing in der Weinwirtschaft hervor. Wichtige Forschungsprogramme für den Gartenbau schließen auch eine Fortentwicklung der einheimischen australischen Flora für den dekorativen Gartenbau mit ein. Man arbeitet hier mit dem Almond Board of Australia an einem Langzeit-Zuchtprogramm für Mandeln, mit der Olivenöl-Industrie zur besseren Anpassung der Sorten an australische Bedingungen und mit dem spanischen Instituto de Recerca y Technologia Agroalimentaries in der Genforschung bei Mandeln zusammen. Die Universität beschäftigt mehr Mitarbeiter/innen in der Erforschung und Eindämmung von Pflanzenschädlingen als alle anderen Landwirtschaftlichen oder Naturwissenschaftlichen Fakultäten in Australien. Durch die Forschungsarbeit im Cooperative Research Centre for Australian Weed Management tragen die Forscher/innen der Universität zur Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Systeme und der Erhaltung natürlicher Ökosysteme in ganz Australien bei. Auch der größte Teil der australischen Tierforscher ist in der Livestock Systems Alliance im Roseworthy Campus vereint. Landwirtschaft in Trockengebieten und wissenschaftliche Tierforschung in Rosworthy haben internationale Auswirkungen; so hat z.B. ein universitätsgesteuertes Projekt die Produktivität und Zukunftsfähigkeit eines nur durch Regen bewässerten Farmsystems in der Provinz Gansu in China verbessert. Ein neues Genprogramm für Schafe zielt darauf ab, die Langzeitrentabilität der Schafindustrie zu erhöhen. Ingenieurwesen, Computerwissenschaften und MathematikDie Universität hat eine stolze Tradition in innovativer Grundlagen- und angewandter Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Bereichen Ingenieurwesen, Computerwissenschaften und Mathematische Wissenschaften. In Adelaide ist auch Australiens führende Forschungsgruppe des Bereichs Verwirbelung, Energie und Verbrennung beheimatet. Ein praktisches Ergebnis dieser Forschung in Adelaide war die technische Gestaltung der Olympischen Flamme in Sydney; dasselbe Team war auch an den Flammen für die Olympischen Spiele 2004 in Athen beteiligt. Adelaide ist weltführend in der Nutzung aktiver Systeme zur Kontrolle von überhöhten Lärmpegeln und Erschütterungen. Unter den jüngsten Projekten war die Installation eines aktiven Lärmkontrollsystems in der U-Bahn in Osaka, Japan. Eine lange Geschichte an der weltweiten Spitze in der Fahrzeugsicherheit legte den Grundstein zur Einrichtung des Centre for Automotive Safety Research (CASR) an der Universität., das mit 10 Mio $ von der Regierung unterstützt wird. Die Forschung bei CASR hat in ganz Australien auch wichtige Überlegungen beeinflusst, wie die Einführung der 50km/h Geschwindigkeitsbegrenzung die als Mittel zur Rettung von Leben eingeführt wurde und zum weltweiten Bewusstsein der Straßensicherheit beiträgt. Das an der Universität beheimatete South Australian Virtual Reality Centre unterstützt mit einem Finanzvolumen von 5,3 Mio $ die Forschung in dem Bereichen Technik, Ölfgewinnung, Raumfahrt, Architektur, Chirurgie, Archäologie, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften. Laboratorien nach neuesten technischen Kenntnissen in der Bio- und Chemietechnik und Laserdiagnostik unterstreichen die starke Struktur der technischen Forschung in Adelaide. Die Universität baut auch weiterhin ihre Spitzenposition in der Forschung in Bio-Informatik als Verbindung zwischen Biologie und Computerwissenschaften aus. Die Universität Adelaide hat einen ausgezeichneten Ruf für ihre Forschung auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Anwendung von Hochleistungsdatenverarbeitung mit Schwerpunkt auf Clusterbasierender EDV. Auch die Elektronikindustrie Südaustraliens ist für Innovation und Kreativität bekannt und Adelaide war die erste Stadt Australiens in der die dritte Netzwerkgeneration (3G) für Telekommunikation eingeführt worden ist. Die Forscher der Universität Adelaide sind führend im Design von Internetbasierenden Netzwerken der neuen Generation. UmweltwissenschaftenLehre und Forschung in den Umweltwissenschaften geht über alle Fakultäten und viele Bereiche, wie Küstenmanagement, Meeresökologie, Fernerkundung, Artenvielfalt, Ökologie, globale Umweltveränderung, Land-Wiedernutzbarmachung, Umweltgesetze, Umwelttechnik und Wasserqualität. Die Fachkompetenz der Universität in Meeresbiologie und bei der Veränderung des Meeresspiegels kommt nicht nur Industrien wie der Fischerei zu Gute, sondern betrifft auch ca. 80% der restlichen australischen Bevölkerung, da diese in Küstenzonen wohnt. Es wird auch ein neues Alt-DNA-Labor in Adelaide eingerichtet, durch das Adelaide ein internationales Zentrum für die Erforschung genetischer Klimabedingungen wird; das Verstehen um die Entwicklungsgeschichte Australiens wird die Planung für seine Zukunft verbessern. Medizinische WissenschaftenIn der Medizinischen Fakultät sind die Medical School und die Dental School zusammengefasst. Die Forschung im medizinischen Bereich geht fachübergreifend über beide Fakultäten. Seit ihrem Beginn 1885 hat sich die Medical School Adelaides zu einer der angesehensten medizinischen Fakultäten Australiens entwickelt. Viele ihrer Absolventen und Absolventinnen haben durch ihre eigenen Praxen oder Forschungsarbeit die medizinische Welt sowohl in Australien als auch im Ausland stark beeinflusst. Die Forschungsarbeiten in Geburtshilfe, Gynäkologie und Physiologie in Adelaide sind international anerkannt, vor allem in den Bereichen Mutter-Fötus Physiologie, reproduktive Immunologie, Embryologie, fortgeschrittene reproduktive Technologien und Perinatologie. Eine enge Zusammenarbeit mit Firmen wie Repromed erleichtern die Umsetzung der Forschungsergebnisse in neue Behandlungsmethoden. Die klinische Fruchtbarkeitsbehandlung von Repromed zählt zu den weltbesten und stützt sich auf bahnbrechende Forschungsergebnisse in reproduktiver Medizin/Technologie. Das Colgate Clinical Dental Research Centre gehört zu den fortschrittlichsten Forschungszentren mit Klinikbetrieb in der ganzen südlichen Hemisphäre. Es ermutigt praktizierende Zahnärzte an der Erforschung zahnmedizinischer Materialien teilzunehmen, mit Schwerpunkt auf Zahnfleischbehandlung und der Minimalisierung von Eingriffen in der Zahnbehandlung. Die starke Ausrichtung der Universität auf Neurowissenschaft geht über vier Fakultäten mit Fachkräften deren Wissen von psychischen Störungen bis Gehirnschäden/ Schädelverletzungen und motorische Kontrollfähigkeit bei Menschen geht. Die Psychiater der Universität haben einen guten internationalen Ruf für ihre Arbeit mit posttraumatischen Stresssyndromen. Andere starke Forschungsbereiche umfassen Pädiatrie, medizinische Grundversorgung, interne Medizin, Anästhesie, Gesundheitswesen in ländlichen Gebieten, Zahnmedizin, Allgemeines Gesundheitswesen und Suchtforschung. Die Fakultät der medizinischen Wissenschaften hält die Spitze für viele multizentrische internationale Klinikversuche in Australien. Human- & SozialwissenschaftenIn unserer sich schnell verändernden Welt brauchen Industrie, Regierung und die Gesellschaft kreative Denker und Forscher, die aus der Vergangenheit und Gegenwart lernen und damit den Boden für neue Zukunftsvisionen bereiten. Das Australian Institute of Social Research wurde 2004 an der Universität ins Leben gerufen und ist eines der größten sozialwissenschaftlichen Forschungszentren Australiens. Die Denkanstöße aus der Sozialforschung an der Universität behandeln den Einfluss von Globalismus, Veränderungen des Arbeitsplatzes, Generationenwechsel im westlichen Feminismus, reproduktive Politik, Menschenrechte und Kreativindustrien. Adelaide ist der Hauptschauplatz Australiens für geographische Informationssysteme (GIS) und Fernerkundungstechnologien und bietet fachliche Kompetenz durch GISCA - National Key Centre for Social Applications of Geographical Information Systems. GISCA verbessert Australiens Möglichkeiten zur Nutzung räumlich bezogener Sozialdaten zur Planung - wie beispielsweise im Commonwealth's Rural Retention Programm, mit dem praktische Ärzte in ländliche und abgelegene Gemeinden gelockt werden sollen. In der Universität arbeitet auch eine führende Gruppe an der Analyse von Bevölkerungstrends und deren Auswirkungen auf Australien und die Region Südostasien. Diese Daten sind für große internationale Vereinigungen, wie die Weltbank und die Völkerabteilung der UN für deren Forschungs- und Schulungsprogramme wichtig, wie auch für die Konzeption politischer Entwicklungen in den Populationsgebieten selbst. Auch die Erforschung des Gesellschaftswesens der Ureinwohner hat eine lange und fachübergreifende Geschichte in der Universität Adelaide. Während der letzten Jahre hat sich das Interesse der Aborigines dahingehend geändert, dass sie nicht mehr nur Objekt der Forschung sind, sondern sich aktiv an diesem Prozess beteiligen. Die Vielfältigkeit der Wirtschaftsforschung an der Universität schließt auch Makro- und Währungswirtschaften, Umweltwirtschaft, Industrieorganisationen und Verbindungen zu internationalen Volkswirtschaften mit ein. Als Ergänzung zur Stärke der Universität in der Landwirtschaft sind auch die Ökonomen von Adelaide für ihre Forschung im Bereich der landwirtschaftlichen Ökonomie und Weinbauwirtschaft anerkannt und sind gefragte Partner für die Durchführung von Forschungsaufträgen und Beratungen für die Regierung und Geschäftsorganisation sowohl in Australien als auch im Ausland. Molekularbiologie und BiotechnologienDie Universität Adelaide ist eines der Hauptzentren für die Verbesserung der Molekularbiologie und Biotechnologie in der Human-, Agrikultur- und Industriebiologie. Seit einem Vierteljahrhundert genießt Adelaide den Ruf, die Wiege der Molekularbiologie in Australien zu sein, Pionierdienste in der Re-Kombination der DNA-Technologie in diesem Land zu leisten und die erste Gesellschaft für Biotechnologie in Australien gegründet zu haben. Die Forschung an entzündlichen Krankheitserregern hat 1980 zur Entwicklung eines Schluckimpfstoffs gegen Cholera geführt, der zu Hoffnungen berechtigt. Die innovative Forschung im Bereich der Impfstoffe geht weiter - wie beispielsweise mit Impfstoffen gegen Lungenentzündung, die im Versuchsstadium sind. Heute umfasst die School of Molecular and Biomedical Science der Universität mehr als 30 Teams, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Stammzellenforschung, Entwicklungsbiologie, somatischem Zellkerntransfer, Entwicklungsphysiologie und der Molekularbasis einer breiten Krankheitspalette arbeiten. Ein weiteres Projekt zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich - die Identifizierung von Genen, die in der Veranlagung von Personen zu finden sind, die einen Schlaganfall erleiden. Dies wäre ein weltweiter Fortschritt in der Verhinderung von Schlaganfällen, von denen allein in Australien jährlich 40.000 Menschen jährlich betroffen sind. Zu der Schule gehört auch das ARC Special Research Centre for the Molecular Genetics of Development, das seinen Schwerpunkt auf Entwicklungsbiologie, Mikroskopie und Chromosomenanalyse legt. Der Australian Research Council erwähnte besonders —die Stärke des Zentrums, promovierte Forscher von bestem Format von einer Reihe hochqualifizierter internationaler Forschungszentren und Universitäten zu gewinnen— Adelaide ist auch eine der Hauptteilnehmerinnen des National Stem Cell Centre, das die führenden Stammzellenforscher der Nation und der Welt miteinander verbindet. Physik, Chemie und geologische WissenschaftenDie Lehrfächer Physik und Mathematische Physik an der Universität haben auch wichtige Programme in Atmosphärenphysik, Hochenergie-Astrophysik, Laser und nicht-linearer Optik und Themen der theoretischen und mathematischen Physik, von Nuklear- und Teilchenphysik bis Kosmologie, Zeichenketten und statistischer Mechanik. Das Special Research Centre for the Subatomic Structure of Matter an der Universität findet internationale Anerkennung als eines der weltweit drei Zentren für Nukleartheorie. Die Forscher/innen in Adelaide sind auch in der Erforschung der Schwarzen Löcher und deren Einfluss auf die Evolution von Galaxien führend. Die Hochleistungs-Astrophysikgruppe arbeitet eng mit dem Projekt des Pierre Auger Observatoriums zusammen und so konnte in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für kosmische Strahlen der Universität Tokio ein 10m Gammastrahlen-Teleskop in Woomera als Teil des CANGAROO Projekts installiert werden. Adelaides Optikgruppe steht auch an der Spitze in der Erforschung der Gravitationsstrahlung und ist Teil des Australian Consortium for Interferometric Gravitational Astronomy, das an vielen großen internationalen Projekten der Interferometrie-Erfassung beteiligt ist. Die Defence Science and Technology Organisation sponsert zum Ausbau weiterer Kenntnisse in Bereichen wie Verteidigung und industrielle Nutzung von faseroptischer Photonik, Signalverarbeitung, Kommunikation und der Gestaltung und Umsetzung von Mikrowellenim Radarsystem, zwei Stühle in Photonik und Mikrowellenradar an der Universität. Auch der Bereich Chemiewissenschaften genießt internationale Anerkennung, vor allem in den Feldern Ionenchemie (eine der führenden Einrichtungen in der südlichen Hemisphäre), Molekularerkennung und Neue Materialien. Die Forschung in Molekulardesign und Nanowissenschaften an der Universität schließt fundamentale wissenschaftliche Fortschritte mit ein. Die Spektroskopie-Einrichtungen von Adelaide sind in Australien unerreicht. Adelaide wird auch für seine hoch entwickelten Studien in Geologie und Geophysik geschätzt. 2003 wurde die Australian School of Petroleum an der Universität gegründet, die mit 25 Mio $ von Santos Ltd. dem australischen Giganten der Erdölsuche und —produktion unterstützt wird. Schwerpunkt der Forschung ist das technische Management von Öl- und Gasvorkommen untertage. |
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